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Leo und Lore Baer zu Gast in Nümbrecht, Waldbröl und Wiehl  
Auf Einladung der Oberbergischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Freundeskreise Nümbrecht/Megilot, Wiehl/Jokneam sowie der Gemeinde Nümbrecht und des Förderkreises des Hollenberggymnasiums Waldbröl waren Leo Baer und seine Frau Lore für eine Woche zu Gast im Oberbergischen.
Aus Anlass der Gedenkstunde auf dem Jüdischen Friedhof in Nümbrecht am 09. November hielt Leo Baer, der 1918 Nümbrecht geboren wurde, aber als 17jähriger in die USA auswanderte, die Ansprache.  Man spürte keinen Groll; Leo Baer erinnert sich gern an seine Heimat und rief dazu auf, jungen Leuten heute eine Perspektive zu geben, damit die Verbrechen der Vergangenheit sich nicht wiederholen können.
In der anschließenden Veranstaltung im Rathaus wurden viele Erinnerungen mit Schulkameraden aufgefrischt, und es war erstaunlich, an wie viele Details sich Leo Baer erinnern konnte.
Vor der Gedenkfeier am jüdischen Friedhof hatte er bereits am Dienstag im Hollenberggymnasium Waldbröl, am Mittwoch im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Wiehl sowie am Donnerstag im Gymnasium Nümbrecht zu Schülern gesprochen. Er machte ihnen deutlich, dass er eine Kindheit hatte wie jedes andere Kind, zeigte Fotos, auf denen er mit anderen Kindern und Jugendlichen spielte. Aber er erkannte früh, dass er als Jude keine Zukunft in Deutschland haben würde und wanderte in die USA aus, wo er bis heute lebt. Er forderte die jungen Leute auf, das Angebot zum Lernen wahrzunehmen und besonders auch Sprachen zu erlernen; Sprache ist die Brücke zu anderen Menschen. Er ermunterte die Schülerinnen und Schüler dazu, neugierig auf die Kultur des anderen zu sein.
Die Begegnungen mit Leo und Lore Baer waren besonders wertvoll, weil sie als Zeitzeugen Rede und Antwort standen und aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters kaum glauben, die Anstrengungen einer solch weiten Reise noch einmal auf sich nehmen zu können. Wir sind ihnen daher besonders dankbar, dass sie der Einladung gefolgt sind.